Mein Name Melissa

aber ich höre auf Lissy

  ich lebe ja nun schon seit vielen Jahren zusammen mit Bernd und Dieter in Frechen. Mittlerweile bin ich nun schon 20 Jahre mit den beiden zusammen.

Nun - wie bin ich dahin gekommen?

Es war so:

Im Rheinland, zumind. in dieser Gegend um Frechen rum, ist es ja Brauch, daß im Mai die Maiköniginnen gekürt und ersteigert werden, dann folgt ein großer Maiumzug durch den Ort und die Maimägde zockeln dann mit ihrem Maikerl hintereinander her... Dazu braucht die Maimagd so was ähnliches wie einen Brautstrauss. Dieter hatte also einer Bekannten von mir so einen Brautstrauss gemacht und ein paar Tage später nach dem Umzug habe ich dann Dieter kennengelernt.

Wie ich aus seinen Erzählungen mitbekommen habe, hatten Dieter und Bernd schon 17 Jahre lang eine aus unserem Stamm. Milva muss die Göttin geheißen haben, denn irgendwie trauerten beide dieser Diva nach.

Nun ist also die Wahl auf mich gefallen und ich sollte annähernd diese Milva ersetzen. Na, wer mich kennt, ich ersetze keinen, ich bin einfach ich, und so benahm ich mich auch. Ich ließ nichts so wie es gedacht war, selbst auf eine Kaffeekannensammlung nahm ich keine Rücksicht. Erst als ich bei einer teuer erstandenen Kaffeekanne den Klirrfaktor berechnet habe, meinten die beiden Herren: Ich glaube Lissy braucht Gesellschaft.

  So kam dann wenige Monate später nach meinem Einzug das Landei Laura in die Familie. Die Landpomerantze kannte ja überhaupt nix, kein Benimm, den mußte ich ihr erst beibringen. Na ich habe es auf meine Art gemacht, aber leiden konnte und kann ich das Weib bis heute nicht.

Ich geniesse, wenn ich es will, Streicheleinheiten mal vom Bernd, häufiger aber vom Dieter. Ansonsten gehe ich meine Wege und halte mich stundenlang draussen auf. Nur zum Fressen und für ne handvoll Streicheleinheiten komme ich nach Hause. Nachbarn nennen mich Weißpfötchen....mau, so was blödes, bin ich doch Diva Melissa oder abgeleitet von meinem weißen Strumpfband im Fell (der liebe Katzengott hat es so gezeichnet) die verruchte Lissy.

   
  Na ja, was gibt es neues? Nun zwischenzeitlich war ein dufter Kater im Haus, kurz bevor ich richtig mit Miro warm geworden bin, kam er nicht mehr nach Hause. Bernd u Dieter waren recht traurig. Zugegeben, es war aber auch ein ganz Lieber. Dieter und Bernd meinten, er wäre wie ein lebender Teddy gewesen; gut ich kenne nur 2-beinige Bären.... in dem Haushalt.
   
  Leute, jetzt kommt's - ich könnte mich kringeln.......

Bernd hatte in einem Forum gelesen, dass dort kleine Katzen zu verschenken waren, u a auch ein Kater (Bernd u Dieter meinten, dass der uns Frauen ein wenig versöhnlicher werden läst). Der Robert, so hatten sie ihn getauft, zog dann bei uns am 14.8.07 ein. Nun eine ganz normale stinknormale Samtpfote... irre scheu und klein und Robert muss wohl mich als Mama gesehen haben. sobald ich miaute, weil ich Kohldampf hatte, stand dieses Minitier neben mir......

Jetzt kommt's: Bernd u Dieter meinen es ja immer nur gut mit uns und brachten Robert zur Vorsorge und nun hörten sie es vom Doc (das was wir ja schon lange wußten) das Robert in Wirklichkeit eine Roberta ist....nix mit Kater und so hhaaaa  hii  miiiaauuuuuu

   
  ich melde mich nun nach langer zeit auch mal wieder zu Wort. Was ist alles geschehen? Nun dder letzte Zugang, dieses pechschwarze Teil, wie hiess sie denn noch? Verzeiht ich werde alt; ach ja Rosi... die arme musste sich ja immer verstecken, aber ist sie jah selber Schuld, warum muss sie sich in unser Leben einmischen. Die hat eine neues zuhause gefunden, wie hiess der doch noch mal??? ich glaube Jan.
Wie ihr merkt 20 Jahre gehen nicht so spurlos an mir vorbei, bin ich Demenz? Mir egal, merke ich ja nicht.
wo war ich stehen geblieben? ach ja.. die Laura mit der ich mich ja nicht so richtig verstanden habe, hat sich weggeschlichen und ist nicht mehr wiedergekommen. Ein Zankapfel weniger....
Nun bin ich noch mit Roberta zusammen; sie nimmt zwar Rücksicht auf mich, aber ich muss ihr dennoch immer mal ein paar runterhauen. Schlicht sie sich doch an mich heran und dann muss ich mich erschrecken; denn seit einer gewissen Zeit hat mein Hörsinn nachgelassen. Stattdessen habe ich das Bedürfnis mich lautstark zu verständigen, mitunter weiß ich auch nicht wo ich bin....
Kinder ich sage Euch man darf nicht alt werden

So genug geschwätzt. Bis demnäxt.